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MSI Afterburner 2.2.2

Was ist MSI Afterburner?
MSI Afterburner ist eine deutschsprachige und kostenlose Grafikkartenüberwachungs und -tuningsoftware. Eine vereinfachte Version von RivaTuner. Konzipiert für nVidia und AMD Grafikkarten von MSI, aber funktioniert auch bei anderen Karten.
Der für mich interessante Bestandteil der Software ist die Möglichkeit PC Spiele, die auf DirectX basieren, aufzunehmen.
Laut der ReadMe kann man seit v2.2.0 auch den Desktop aufnehmen, auf WinXP nativ auf Vista und höher nur ohne Aero Desktopoberfläche – quasi das Gegenteil von Fraps – was es automatisch deaktiviert wenn man aufnimmt. Aber das hat bei mir (Win7 64bit) nicht funktioniert, wahrscheinlich weil es noch nicht mit 64bit Programmen kompatibel ist.

Von den kostenlosen Programmen, die PC Spiele aufzunehmen können, gefiel mir dieses Tool am besten da es die wenigsten Nachteile gegenüber kostenpflichtigen Programmen hat. Wenn es in Zukunft (und davon gehe ich aus) noch den 64bit Desktop aufnehmen kann stört eigentlich nur noch das fehlen von 2 Audioquellen für die Aufnahme und eine Option den Mauszeiger im Video anzuzeigen. Aktuell hat man nur 1 Audioquelle und muss wählen ob In-game-/Systemsound oder Mikrofon.

[Um trotzdem beides durch 1 Quelle aufzunehmen, siehe Tipp: Mikrofon und Gamesound im Video]

Hier eine kleine Übersicht über das Programm (nur aufnahmerelevante Optionen). Da es selbst mit präzisen Tooltips kommt für jede Option wenn man mit der Maus drüber geht wird es nur kurz und knapp.

Überwachung

Im Überwachungsreiter werden die statistischen Werte eingestellt die im MSI Afterburnerfenster als Kurve angezeigt werden sollen, ähnlich dem Leistungsreiter vom Windows Task-Manager, und/oder als Overlay (Überlagerung) im Spiel.

Bei dem Beispiel wird die FPS als Kurve im Programm (unwichtig) und als Overlay (OSD) im Spiel angezeigt (wichtig). Die Grenzwerte sind nur für die Kurven im Programm, sie haben keinen Einfluss auf die Video- und Aufnahme-FPS.
Wenn man zum Beispiel schon aus Erfahrung weiß dass das Spiel max. 150 FPS hat, dann braucht man bei max. Grenze keine 500 eingeben und sieht in der Kurve nur geringe Ausschläge deswegen. Je exakter die Grenzwerte desto besser sichtbar sind die Ausschläge in der Kurve. Für die Statistik-Interessierten 😉

Um einen Wert als Overlay zu aktivieren ein Häkchen bei ‚Zeige On-Screen-Einblendung (OSD)‚ setzen.

OSD

OSD = On-screen-Display. Wer nicht möchte das die überlagerten statistischen Werte vom Spiel mit ins Video aufgezeichnet werden sollte hier das entsprechende Häkchen entfernen. Während des spielens sind sie weiterhin sichtbar, nur nicht im Video.

Unten durch den ‚Mehr‚ Button wird die Oberfläche vom OSD Server geöffnet wo u.a. Farbe, Größe und Position vom Overlay eingestellt werden.

Overlay Beispiel: Zeit, Direct3D Modus (D3D9), FPS und GPU Auslastung

Videoaufnahme

Der letzte wichtige Reiter. Hier werden alle aufnahmerelevanten Daten eingegeben. Als Format gibt es MJPEG, RTV1 (Rivatuner-Video Version 1) und unkomprimiert. Unkomprimiert liefert die bestmögliche Videoqualität aber generiert hohe Datenraten. Die CPU Belastung ist viel geringer als bei MJPEG, dafür steigt die Belastung für die Festplatte. MJPEG komprimiert stark, generiert also weniger Daten was die Festplatte nicht belastet, benötigt für die starke Kompression aber mehr CPU Power. Den Rivatuner Codec hab ich nicht ausprobiert, wird ein Zwischending sein. Hab nur gelesen das er sehr viel schneller arbeitet als MJPEG. Da es kein gängiger Codec ist rate ich Nutzern vorher ein Testvideo zu erstellen und Wiedergabe und Bearbeitung der Datei zu testen.

Audio ist immer PCM, 48k Hz.

Für eine Weiterbearbeitung ist unkomprimiert empfohlen.
Generell würd ich unkomprimiert immer empfehlen außer man hat Leistungsprobleme mit der Festplatte.
Die Qualität von unkomprimierten Material welches hinterher mit dem x264 Encoder komprimiert wird (in Avidemux oder MeGUI oder oder oder) ist besser als wenn man gleich als MJPEG aufnimmt.

Als FPS empfehle ich, wie immer, mit 25 anzufangen und das Video zu begutachten.

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